Psychotherapeutische Praxis
Dr. Gisela Pomrehn
Willy-Brandt-Allee 8 | 65197 Wiesbaden | Telefon: 0611 – 98 82 97 27
1. Rahmenbedingungen für eine psychotherapeutische Behandlung im Falle der Abrechnung mit einer gesetzlichen Krankenversicherung (Primär-, Ersatz-, Betriebskrankenkassen)

Es gibt 3 Psychotherapiemethoden, denen eine Abrechnungsgenehmigung für die gesetzlichen Krankenkassen zugesprochen worden sind:
Die Psychoanalyse, die Verhaltenstherapie und die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.
Andere psychotherapeutische Zugänge – auch wenn sie sich in der Praxis als deutlich hilfreich erwiesen haben – sind bisher als „wissenschaftlich nicht anerkannt“ aus der Abrechnungsgenehmigung der gesetzlichen Krankenkassen ausgeschlossen.
Ich habe eine Kassenzulassung für die tiefenpsychologisch fundiert Psychotherapie. Die Grundzüge dieser Behandlungsmethode erkläre ich in einem gesonderten Abschnitt. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass im Rahmen einer Kassenpsychotherapie somit nur diese psychotherapeutische Methodik zur Anwendung kommen darf.

Sind Sie gesetzlich versichert, bringen Sie bitte zum Vorgespräch Ihre Krankenkassenkarte mit.

Ob Sie grundsätzlich die Möglichkeit haben, eine Psychotherapie von einer gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt zu bekommen, hängt davon ab, ob die Symptomatik, unter der Sie leiden, eine Diagnose rechtfertigt, die im „Katalog der internationalen Klassifikation psychischer Störungen“ der Weltgesundheitsorganisation als krankheitswertig eingestuft worden ist. Dieser Punkt wird im Vorgespräch geklärt.

Ist dieser Tatbestand gegeben, wird besprochen, ob eine Kurzzeittherapie (2 * 12 Sitzungen) oder eine Langzeittherapie (60 Sitzungen) beantragt werden soll.

Kurzzeittherapie

Besteht die einvernehmliche Einschätzung, dass eine Kurzzeittherapie ausreichend sein könnte, sind folgende Formalien zu erfüllen:
Sie erhalten ein Antragsformular und ein Konsiliar-Formblatt, das Ihr Hausarzt auszufüllen hat.
Es ist vom Gesetzgeber vorgesehen, dass ein ärztlicher Kollege abzuklären hat, ob die Symptomatik, deretwegen Sie eine Psychotherapie machen möchten vielleicht auch somatische Ursachen hat oder begleitende medizinische Behandlung benötigt.
Ich schicke dann die Antragsformulare und den Konsiliarbericht des Arztes an Ihre Krankenkasse. Erfahrungsgemäß nach circa 1 bis 2 Wochen erhalten sowohl Sie als auch ich den Bescheid Ihrer Versicherung.
Im Falle eines abschlägigen Bescheides besteht die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen. Nach bewilligten 24 Sitzungen ist es möglich, eine Umwandlung in eine Langzeittherapie zu beantragen. Das erfordert einen umfassenden Bericht von mir an den Gutachter Ihrer Krankenkasse.

Langzeittherapie

Zur Beantragung einer Langzeittherapie wird – neben den Formalien wie bei der Kurzzeittherapie - dieser Bericht an den Gutachter zu Beginn fällig.

Das Beantragungs- und Begutachtungsprocedere dauert in diesem Fall circa 6 Wochen. Wird die Bewilligung abgelehnt, kann auch hier ein Widerspruch dem Obergutachter vorgelegt werden.
Falls Sie die Therapie schon vor Vorliegen der Finanzierungszusage durch die Krankenkasse beginnen möchten, verpflichten Sie sich, bei abschlägigem Bescheid die wahrgenommenen Termine in Höhe des Kassensatzes selbst zu begleichen.

In besonders begründeten Fällen besteht im Rahmen einer tiefenpsychologisch fundierten Therapie noch die Möglichkeit, abschließend weitere 30 Stunden zu beantragen.

Etwaige Verlängerungen sowie der Abschluss der Psychotherapie werden einvernehmlich besprochen. Wenn Sie die Therapie vorzeitig beenden möchten, findet in jedem Fall noch eine Abschlusssitzung statt. Ich bin verpflichtet, Ihre Krankenkasse über Beendung oder Abbruch Ihrer Behandlung zu unterrichten.

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2. Rahmenbedingungen für eine psychotherapeutische Behandlung bei Vorliegen einer privaten Krankenversicherung

Jede private Krankenversicherung hat eigene Bedingungen und Tarifangebote. Bitte prüfen Sie vor Therapiebeginn anhand der nachfolgenden Checkliste, welche speziellen Vereinbarungen Ihr Versicherungspaket enthält.

  • Beinhaltet Ihr Krankenversicherungstarif psychotherapeutische Behandlungen und, wenn ja, in welcher Höhe?
  • Welche Behandler werden anerkannt (Psychologische Psychotherapeuten oder ausschließlich ärztliche Psychotherapeuten)?
  • Ist die vorherige Beantragung einer psychotherapeutischen Behandlung erforderlich (Formlos, über ein spezielles Formular oder über einen Bericht an den Gutachter)?
  • Ist ein ärztlicher Konsiliarbericht erforderlich?
  • Gibt es eine festgelegte jährliche Maximalstundenzahl?
  • Ist eine Bezuschussung über die Beihilfe möglich?

Kosten

Die Vergütung erfolgt nach der „Gebührenordnung für psychotherapeutische Leistungen durch Psychologische Psychotherapeuten (GOP)“.

  1. Für jede Behandlungsstunde von 50minütiger Dauer wird ein Honorar in Höhe von € 92,50 gemäß der Ziffern 861 der GOP auf der Grundlage eines 2,3fachen Satzes vereinbart.
  2. Für die diagnostische Tätigkeit zur Einleitung der Psychotherapie wird folgendes Honorar gemäß GOP berechnet:
    • Biographische Anamnese: € 123,34 gemäß der Ziffer 860
    • Berichterstellung für den Gutachter: € 53,62 gemäß der Ziffer 808.
  3. Die Gebühren werden monatlich in Rechnung gestellt.
  4. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass die getroffene Gebührenvereinbarung einen Honoraranspruch allein Ihnen persönlich gegenüber auslöst und damit
    • von Ihrer Krankenkasse bzw. der Beihilfe nicht übernommen werden muss
    • eine Kostenübernahme für freiwillig Versicherte der GKV ggf. nur in Höhe der üblichen Kassenleistung erfolgt
    • die Erstattung durch eine private Krankenversicherung sich nach den Satzungs- und Vertragsbestimmungen der jeweiligen Versicherung richtet.
    Das Honorar ist also unabhängig von der Erstattung durch Dritte persönlich zu entrichten.
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3. Rahmenbedingungen für eine psychotherapeutische Behandlung bzw. Beratung im Falle einer Privatliquidation (Selbstzahler)

Es gibt mehrere mögliche Gründe dafür, eine psychotherapeutische Behandlung als Selbstzahler zu finanzieren, zum Beispiel:

  • Manche Menschen wollen es nicht, dass ihre psychische Problematik bei der Krankenkasse „aktenkundig“ wird.
  • Es wird eine psychotherapeutische Behandlungsmethode gewünscht, die von der Kasse nicht bezahlt wird, im speziellen Fall aber angemessen ist (z. B. ein körpertherapeutischer Zugang oder der systemische Ansatz einer Paar- bzw. Familientherapie).
  • Die der Symptomatik angemessene Diagnose ist im Katalog der WHO (Weltgesundheitsorganisation) nicht als krankheitswertig eingestuft.

Im Falle einer Privatliquidation gibt es keine institutionellen Vorgaben. Sitzungsdauer und Sitzungsfrequenz können frei gewählt werden. Auch bezüglich der therapeutischen Methodik gibt es keine beschränkenden Auflagen. Auf der Basis dessen, was ich zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie ausgeführt habe, können besondere Elemente aus der Körpertherapie, der Gestalttherapie oder der Psychosynthese zur Anwendung kommen. Außerdem integriere ich den astrologischen und mythologischen Zugang.

Kosten

Die Vergütung erfolgt nach der „Gebührenordnung für psychotherapeutische Leistungen durch Psychologische Psychotherapeuten (GOP)“.

Für jede Behandlungsstunde von 50minütiger Dauer wird ein Honorar in Höhe von € 100 vereinbart.

Die Gebühren werden monatlich in Rechnung gestellt.

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